Urban Computing - Design fürs Dorf


Design fürs Dorf

Überblick

Im Rahmen eines interdisziplinären Projekts des saarländischen Umweltministeriums bieten wir Bachelor- und Master-Arbeiten aus den Bereichen Ubiquitous Computing und Ambient Intelligence an. Gemeinsam mit Design- und Architektur-Studierenden werden Informatiker unter Anleitung in Gruppenarbeit Konzepte erarbeiten und umsetzen.

Das Umweltministerium plant im Rahmen der Maßnahme "Melanie" in den nächsten Jahren mit der Hochschule der Bildenden Künste Saar (HBKS) und dem FB Architektur der HTW Saarland Projekte zur Dorfentwicklung anzugehen. In Zusammenarbeit mit Studierenden des Fachbereichs Informatik werden nun für ausgewählte Gemeinden und Regionen unkonventionelle Prototypen erstellt, um Attraktivität und Lebensqualität zu erhöhen. Es werden dabei voraussichtlich Systeme aus den Bereichen Ambient Intelligence und Ubiquitous Computing, Location-Based Services, Multimedia oder/und Web 2.0 entstehen.

Typische Projekte zur Dorferneuerung betreffen meist die Bereiche Architektur und Landschaftsplanung und werden beispielsweise in Maßnahmen wie Restaurierung tradierter öffentlicher und privater Gebäude oder baulicher Aufwertung der Ortsmitte umgesetzt. Erhoffter Effekt: Anerkennung von außen, Identifikation der Bewohner mit ihrem Heimatort. Mit dem Einsatz neuer Medien und Benutzerschnittstellen könnten in einem interdiszplinären Ansatz neue Wege gefunden werden, um die grundsätzlichen Ziele solcher Projekte zu erreichen. Dazu gehören u.a. die Aufwertung von Infrastruktur und Versorgungseinrichtungen, Förderung von Tourismus und Naherholung, Unterstützung von Vereinswesen und anderer lokaler Gruppenaktivitäten. Wichtig ist es, die Eigenheiten des Dorfes zu berücksichtigen und auf ihre Verwendbarkeit in der heutigen Zeit zu prüfen. So wäre es zum Beispiel denkbar, in einem Dorf, das ausschließlich von Pendlern bewohnt wird (d.h. alle Bewohner arbeiten in umliegenden Städten), an zentraler Stelle oder auch am Ortseingang einen Sammelstein zu errichten: Ein markanter Treffpunkt um Fahrgemeinschaften zu bilden, unterstützt durch eine Anwendung, die vor Ort aber auch übers Internet und per Handy zugänglich ist und den Bewohner hilft, gemeinsame Fahrten zum Arbeitsplatz oder auch zu Ausflugsorten zu organisieren.

In diesem Projekt, das Ende April startet, werden Informatiker ihre Themen als Bachelor-Arbeiten bearbeiten können. Im Laufe der ersten Wochen werden gemeinsam Konzepte für die einzelnen Gruppen-Projekte erarbeitet und im restlichen Verlauf des Semesters umgesetzt. Die Informatikstudierenden können wahlweise an der Konzeptionierung und Ideenfindung teilnehmen oder auch erst im Anschluß einsteigen, um an der Implementierung im Rahmen Ihrer Bachelor-Arbeit mitzuwirken. Die schriftliche Ausarbeitung kann bei Bedarf auch in der anschließenden vorlesungsfreien Zeit  fertiggestellt werden. Studierende der neuen Bachelor-/Master-Prüfungsordnung können auch ihr Bachelor-Seminar im Verlauf des Projekts halten.

--- Die Gruppe der Informatik-Studierenden ist bereits voll! Wir können leider keine weiteren Informatiker mehr in das Projekt integrieren. ---

Verwandte Projekte anderer Arbeitsgruppen im Stadtkontext findet ihr hier: Verwandte Arbeiten

Voraussetzungen:

  • Spaß an interdisziplinärer Teamarbeit! Damit die Studenten der sehr unterschiedlichen Fachrichtungen ein erfolgreiches Projekt gemeinsam durchführen können, müssen sie gewillt sein, sich auf die unterschiedlichen Ausdrucks- und Denkweisen einzustellen.
  • Interesse an oder Erfahrungen in einem der Gebiete: Intelligente Umgebungen, Webtechnologien, grafische Benutzeroberflächen, Sensorintegration,  Mobile Computing. Die letztendlich einzusetzenden Technologien hängen zum einen von dem erarbeiteten Konzept der Gruppe und zum anderen von den Interessen und Vorkenntnissen des Informatikstudenten ab.
  • allgemeine Programmiererfahrung: Teilnehmende Studenten sollten zumindest objektorientierte Programmiererfahrung mitbringen. Erste Erfahrungen mit Netzwerkprogrammierung, Programmierung von mobilen Geräten (z.B. PDAs) oder grafischen Benutzeroberflächen könnten von Vorteil sein.

Einzelne Themen

Hier werden im Laufe des Projekts die Themen der einzelnen Gruppen beschrieben.

Vergangene Kooperationsprojekte

In den vergangenen Jahren gab es bereits 2 Projekte, die von Designern der HBKS und Informatikern an unserem Lehrstuhl durchgeführt wurden. Einmal zum Thema "Design of Tangible User Interfaces" und eins mit dem Titel "Stadt in der Tasche". Dieser Link führen euch zu kurzen Projekt-Beschreibungen, dort könnt Ihr einen ersten Eindruck bekommen, wie solch interdiszplinäre Projekte ausgehen können.


Termine

Information des Umweltministeriums zum Projekt 18. April 15.00 Uhr
Gruppentreffen  
Vorbesprechung HBKS,
Atelier Detzler
24.04. 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr
Ideensammeln und Ausflug ins Dorf HBKS, Warndt (Fotos) 08.05. 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr
Ideenbesprechung der Informatiker (Mindmap) Universität, Geb. E 1 1, Raum 121 11.05. 11.00 Uhr bis 13.00 Uhr
Informatiker-Vortreff, Designer kommen ab 11.00 Uhr dazu
(Mindmap)
Universität, Geb. E 1 1, Raum 121 15.05. 10.00 Uhr bis ca. 13.30 Uhr
Präsentation der Architekten zur Geschichte der Region. Anschließend kurzes Treffen zur Gruppenbildung HTW am Waldhaus, Foyer 22.05. 10.00 Uhr
Besprechung mit endgültiger Gruppenbildung
HBKS,
Atelier Detzler
29.05.
9.00 Uhr
Besprechung Konzepte HBKS,
Atelier Detzler
05.06. 9.00 Uhr
Einzelbesprechungen der Gruppen, Vorstellung der Konzeptausarbeitungen HBKS,
Atelier Detzler
12.06. ab 9.00 nach Absprache
Ausarbeitungsbesprechung
(Folien)
Uni, Seminarraum 02.07. ab 15.30 Uhr
Gruppenbesprechungen HBKS 10.07. ab 9.00 Uhr

Organisatoren

Michael Schmitz (DFKI GmbH - Universität des Saarlandes)
Prof. Burkhard Detzler (HBKS)
Prof. Harald Hullmann (HBKS)

Kontaktadresse für Informatiker:
Dipl.-Inform. Michael Schmitz

Fon +49-681-302-3496
Fax +49-681-302-4136
schmitz@cs.uni-sb.de

FR 6.2 Informatik
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