Kooperationsprojekt
"Stadt in der Tasche", WS 2005/2006
Michael Schmitz, Tim
Schwartz (Universität des Saarlandes)
Prof. Detzler, Prof. de Jong (HBKS)
In diesem von der Stadt Saarbrücken initiierten Projekt wurden
mobile
Anwendungen mit Bezug zur Stadt entworfen. Designer der
HBKS haben gemeinsam mit Informatikern in unterschiedlich
großen
Gruppen Konzepte entworfen und umgesetzt. Die Designer waren in erster
Linie für den Entwurf der Benutzeroberfläche
zuständig,
während die Informatiker für die Programmierung des
Systems
verantwortlich waren. Unter anderem entstanden die Systeme "PocketNav
und Wohnungssuche" und "Action Stadtführung":
PocketNav und
Wohnungssuche
Thomas Maurer, Michael Raber
(Informatik)
Anne Zender, Benjamin
Waschk, Benjamin Hartmann (Design)
In diesem Projekt wurde ein System für PDAs entwickelt, das
Wohnungssuchende in einer neuen Umgebung dabei unterstützt,
eine
passende Unterkunft zu finden. Im sogenannten
aktiven Modus gibt
der Benutzer ein Suchprofil ein, in dem Richtwerte wie beispielsweise
Miete, Größe oder Stadtteil angegeben werden
können, um
passende Objekte aus der Wohnungsdatenbank herauszufiltern. Aus dieser
Menge können nun ein oder mehrere Wohnungen, die besonders
interessant scheinen, ausgesucht werden, so daß nun
von der
Applikation ein Stadtrundgang generiert werden kann, der den Benutzer
an den ausgewählten Wohnungen vorbeiführt. Zudem wird
mittels
GPS die aktuelle Position erkannt, wodurch das System
unterwegs
Richtungshinweise geben und damit den Benutzer sicher zum
nächsten
Ziel führen kann. Dabei werden nicht nur Fußwege
sondern
auch der öffentliche Personennahverkehr inklusive
Abfahrtszeiten
berücksichtigt, um bei Bedarf eine schnellstmögliche
Anreise
auch mit Bus und Bahn zu ermöglichen. Der sog.
passive Modus
unterscheidet sich darin, daß der Benutzer sich frei in der
Stadt
bewegt und von seinem PDA durch Vibration oder Sound darauf aufmerksam
gemacht wird, daß er sich in der Nähe einer als
interessant
bewerteten Wohnung befindet. Der Wohnungssuchende kann sich nun von
seinem PDA zu dieser Wohnung führen lassen.
Action Stadtführung
Christian Morbach (Informatik)
Paul Goletzko (Design)
Dieses System soll die Reise durch Saarbrücken in
verschiedenen
Zeitepochen auf einem PDA ermöglichen. Das Display des PDAs
ist
dabei ein Fenster in die Vergangenheit, durch das der Benutzer bei
einem Spaziergang durch die Stadt schauen kann, um den Ort so zu sehen,
wie er in dieser Epoche ausgesehen hat. Das Gerät ist
dafür
mit GPS, Kompass und Lagesensoren ausgestattet, damit die aktuelle
Position, Blickrichtung und Neigungswinkel des PDAs erkannt werden
kann. Diese Daten werden über WLAN oder UMTS an einen Server
geschickt, der ein 3D-Modell der Stadt in verschiedenen Zeiten
verwaltet und in Echtzeit die entsprechende Szene berechnet, welche nun
komprimiert als MPEG4-Stream zurück an den PDA geht.
Kooperationsprojekt "Design of Tangible User Interfaces", SS
2004
Andreas Butz, Michael Schmitz (Universität des Saarlandes)
Prof. Hullmann (HBKS)
| In Gruppen von 2
bis 4 Personen haben Designer und Informatiker physikalische
Benutzerschnittstellen (Tangible
User Interfaces)
entworfen. Die Studenten konnten integrierte Sensormodule (Smart-IT
Particles, s. rechts) verwenden oder auch eigene Schaltungen bauen. Die
Informatiker waren dabei natürlich für die
Programmierung der
Sensorik verantwortlich, währen die Designer die Gestaltung
des
Geräts übernommen haben. |
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Intelligenter Untersetzer
Robert Dörr (Informatik)
Matthias Hahnen (Design)
Der intelligente Bierdeckel erkennt, ob ein volles oder leeres Glas auf
ihm steht und informiert den Kellner automatisch über
leerstehende Gläser. Außerdem wird
schütteln in verschiedenen Richtungen erkannt, womit sich
diverse Kneipenspiele oder Abstimmungen z.B. bei Karaoke-Auftritten
realisieren ließen. Von dem Bierdeckel wurde bereits auf
zahlreichen TV- und Radio-Sendern (ARD, ZDF, RTL, Pro7, National
Geographic etc.) und Magazinen berichtet.
Blume und Bindfäden
Luise Becker - Blume,
Yanfei Sun - Bindfäden (Design)
Michael Raber, Paul
Bößhar, Thomas Maurer (Informatik)
Die Prototypen der Blume und der Bindfäden sind jeweils
für
die Steuerung eines Media-Players wie z.B. Winamp vorgesehen und sollen
sowohl praktikabel als auch visuell ansprechend sein, da sie
Steuerungsgerät und Einrichtungsgegenstand in einem sind. Die
Blume lässt sich bedienen, indem die einzelnen
Blätter nach
oben oder unten gedrückt werden, wodurch sich beispielsweise
die
Lautstärke hoch- oder runterregeln liesse - die Belegung der
Blätter mit Funktionen ist frei. Über Infrarot werden
die
Eingaben entweder an ein am PC angeschlossenes Empfangsgerät
übermittelt oder auch direkt an einen Standalone-Player. Die
Bindfäden repräsentieren durch ihre Form jeweils eine
typische Funktion wie z.B. Spulen oder Lautstärke und werden
durch
ziehen aktiviert. Die Richtung des Funktions-Symbols (entweder links
oder rechts) im Moment des Ziehens legt fest, in welche Richtung
gespult wird oder ob die Lautstärke erhöht oder
vermindert
wird etc.
Flip'n Twist
Dominique Taffin (Informatik)
Jan Hilt (Design)
Flip'n Twist ist ein zweiteiliges
Interaktionsgerät, das
wiederum zur Steuerung eines Media-Players konzipiert wurde. Die nach
oben zeigende Seite des Würfels legt fest, welche Funktion
durch
drehen des Kopfes der Tube (mit Daumen und Zeigefinger) gesteuert wird.
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Pyramid Control
Norbert Bartels (Informatik)
Esther Hechler (Design)
Die Pyramide ist ein weiteres Gerät zur Steuerung von
Medien-Wiedergabe. Jeder Flügel der Pyramide ist direkt mit
einer
Funktion verknüpft, das herunterklappen der mit
Lautstärke
assoziierten Seite legt so zum Beispiel durch den eingestellten Winkel
die Lautstärke fest: Ganz hochgeklappt bedeutet lautlos, ganz
runter entsprechend maximale Lautstärke.
Smart Clip
Marc Berwanger
(Informatik)
Yanfei Sun (Design)

Der Smart Clip ist eine Brosche, welche beispielsweise am
Ärmel angebracht werden kann und Bewegungsmuster erkennt. So
kann es bei Krankengymnastikpatienten eingesetzt werden, um zu
kontrollieren, ob die vorgegebenen Übungen korrekt
ausgeführt wurden. Ein Computer wertet die Bewegung aus und
gibt bei falschen Bewegungsabläufen eine Warnung aus.
Smart Security Tag
Martin Kaiser
(Informatik)
Susanne Werkle (Design)
Der Smart-Clip wird im Kaufhaus an Kleidung befestigt und ersetzt die
gängigen Sicherheitsclips zur Diebstahlsicherung. Es bietet
als zusätzliches Feature die Möglichkeit, einem
Kunden bei der Kleiderwahl zu unterstützen: Beim Eintritt ins
Geschäft kann der Kunde ein Profil angeben
(Größe, Lieblingsfarbe etc.). Sobald er sich an
einem Regal identifiziert, blinken diejenigen Clips, die dem Profil
entsprechen und erleichtern so z.B. die Suche nach der passenden
Größe.
Bean Moved
Kai Jachmann (Informatik)
Iris Costenoble (Design)
| Hier wurde ein Schlüsselanhänger
entworfen, welcher gleichzeitig als persönliches
Passwort-Eingabegerät dient. Der Besitzer kann sich eine
komplexe aber einfach zu merkende 3D-Bewegung ausdenken, welche sein
persönliches Passwort wird und bei korrekter
Ausführung z.B. die Haustür öffnet. |
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